Ancora do Mar hat in Rheine eine neue Heimat gefunden. Hier feiert Ancora do Mar jedes Jahr ihr Folklore Festival, hier hat finden die Trainings statt kurz um in Rheine hat Ancora do Mar ihr zuhause.
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Rheine an der Ems ist eine Stadt in Westfalen (Bundesland NRW). Ihre Einwohner
sind die Rheinenser, das Adjektiv hingegen lautet Rheiner ("Rheiner Volksblatt").
Die größte Stadt im Kreis Steinfurt liegt nördlich von Münster
und westlich von Osnabrück am nördlichen Rand des Münsterlandes
zu Niedersachsen, unweit der Grenze zu den Niederlanden.
Geschichte:
Archäologische Funde zeugen davon, dass der Raum Rheine bereits ab der
mittleren Bronzezeit, etwa um 2100 v. Chr., besiedelt war. Bevor vom Nordosten
Europas die Germanen kamen, besiedelten die Kelten das Land bis westlich zur
Ems. Die Kelten betrieben Ackerbau mit stählernen Pflügen, bauten
Getreide wie Dinkel und Emmer an und hielten sich Haustiere zur Arbeit und Ernährung.
Die Siedlungen der Kelten zeichneten sich durch ihre strategische Lage aus;
lagen diese nicht selten an wichtigen Handelswegen.
600 bis 500 v. Chr. sind frühe menschliche Besiedelungen am Altenrheiner
Berg durch Ausgrabungen belegt.
Fast dreitausend Jahre nach der ersten Besiedlung wurde unter Karl dem Großen
auf dem Hofgut der Villa Reni, die an einem wichtigen Ort und Handelsweg über
die Ems lag, eine Kirche gebaut und dem hl. Dionysius geweiht.
Die erste urkundliche Erwähnung von Reni für den späteren Namen
der Stadt findet sich 838 n. Chr. in einer Urkunde von Ludwig der Fromme, der
am 7. Juni d. J. die neue Kirche dem Benediktinerinnenstift Herford schenkte.
Die Kurzform Reni ist keltischen Ursprungs (ren, rein = fließen) und bedeutet
in etwa "Siedlung am Fluss".
1310 legte Bischof Ludwig II. die ersten Stadtbefestigungen an, am 15. August
1327 verlieh er das Münsterische Stadtrecht an Rheine.
Von 1400 bis 1527 wurde die katholische Pfarrkirche St. Dionysius gebaut.
1437 gründeten Kreuzherren das Kloster Bentlage.
Eine Markenrolle von 1469 belegt, dass es in dem Gebiet nördlich und östlich
des Stadtberges, im heutigen Stadtteil Altenrheine, zehn Bauernhöfe gab,
die alle noch heute existieren. 1623 lagerte der Feldherr Tilly mit seinem Heer
in diesem Gebiet.
1647, kurz vor dem Ende des Dreißigjährigen Kriegs, fand am 20./21.
September und am 19. Oktober die Schlacht bei Rheine zwischen schwedischen und
hessischen Soldaten auf der einen Seite und den Kaiserlichen, die die Stadt
besetzt hielten, auf der anderen Seite statt. Rheine wurde mit glühenden
Kugeln bombardiert, die die Nikolaikirche und 365 Häuser zerstörten.
1659 gründeten Franziskanermönche das erste Gymnasium in Rheine, das
Dionysianum. Franziskaner waren seit 1635 in Rheine ansässig.
1816 wurde Rheine dem Kreis Steinfurt zugeordnet.
1844 begann die Industrialisierung in Rheine mit dem Bau der ersten mechanisch
betriebenen Textilfabrik im Münsterland.
1850 wurden die Dörfer Altenrheine, Elte, Mesum und Rheine links der Ems
in das Amt Rheine eingegliedert.
1855 erreichte die Eisenbahn von Osnabrück aus Rheine (Hannoversche Westbahn),
1856 wurde die Strecke nach Emden ("Emslandstrecke") eröffnet.
1899 wurde nach siebenjähriger Bauzeit der Dortmund-Ems-Kanal fertiggestellt.
Von 1899 bis 1905 wurde die St.-Antonius-Basilika in neo-klassizistischem Stil
erbaut, die höchste Kirche des Münsterlandes.
1936 wurde der Heimattiergarten Bentlage, der heutige Naturzoo, eröffnet.
1975 wurde das Amt Rheine in die Stadt eingemeindet, die Stadtfläche dadurch
nahezu verdreifacht.
1977 endete auch in der traditionsreichen Eisenbahnerstadt Rheine als letztem
Ort in der (damaligen) Bundesrepublik Deutschland die Dampflokära. Die
Dampftraktion hatte Rheine seinerzeit zum "Wallfahrtsort" der Eisenbahnfreunde
gemacht.
1986 wurde die erste Autobahnauffahrt (A 30) in Kanalhafen freigegeben. 1988
wurde die Umgehungsstraße (B 70n) fertiggestellt.
1993 wurde der 1919 eröffnete Rangierbahnhof stillgelegt.
Sprache und Dialekt:
Rheine liegt im niederdeutschen bzw. im niedersächsischen Sprachraum. Die
ursprgl. Sprache seiner Bewohner (Rheine und Umgebung) ist eine westfälische
Mundart des Nds., ugs. Plattdeutsch (Münsterländer Platt) genannt,
die von der Bevölkerung bis in den 1950er Jahren noch überwiegend
gesprochen wurde (für die damals landwirtschaftlich geprägte Region
und ihre Bevölkerung war Hochdeutsch vielfach eine Fremdsprache, die erst
in der Schule erlernt wurde). Mittlerweile nimmt die Zahl seiner Sprecher -
wie überall im niederdeutschen Sprachraum – rasant ab bzw. wird von der
hochdeutschen Amts- und Schulsprache verdrängt. Die einheimische mittlere
Generation verwendet im Gespräch miteinander oftmals ein Mix aus nieder-
und hochdeutscher Sprache, während die jüngere Generation „plattdüütsch”
kaum noch versteht und Eltern ihren Kindern die Sprache der Vorfahren kaum noch
vermitteln können. Auch die vielen Zugewanderten tragen zum Verlust der
einheimischen Sprache bei, da sie sich nur in Hochdeutsch verständigen
können.
Sprachbeispiel: In Plattdüüts säch wie: „Kiek de äs
wier drin, woar iätten un drinken un fiern spaß mäck un woar
use wichter un jungs küernt noch up platt küern.”
Gemeinderat
Die Sitzverteilung im Rathaus nach der Kommunalwahl vom 26. September 2004:
• CDU 23 Sitze
• SPD 14 Sitze
• Grüne 4 Sitze
• FDP 3 Sitze
Danach stellt die CDU die Mehrheitsfraktion. Bürgermeisterin der Stadt
Rheine ist allerdings seit 2004 die aus Essen stammende Ratsfrau Angelika Kordfelder
(SPD), die – obwohl ortsfremd – von den Bürgern der Stadt (bei geringer
Wahlbeteiligung) gewählt wurde.
Stadtteile
Rheine (Stadt), Elte, Mesum, Hauenhorst, Catenhorn, Altenrheine, Eschendorf
(Kibitzheide), Gellendorf, Rodde, Schotthock, Dorenkamp, Dutum, Wadelheim, Bentlage.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
• Antonius-Basilika
• St. Dionysius Kirche
• Kloster Bentlage, 1437 gegründetes Kreuzherrenkloster
• Falkenhof-Museum in der Keimzelle der Stadt Städtepartnerschaften
• NaturZoo
• Borne in den Niederlanden seit 1983
• Bernburg in Sachsen-Anhalt
• Leiria in Portugal
• Trakai in Litauen
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